Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. versteht sich von Beginn an als Interessenvertretung der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen sowie ihrer Angehörigen und Nachkommen und hat sich bereits mit seiner Gründung im November 1997  für Interessierte und besonders für die junge Generation geöffnet. Es entsprach in erster Linie dem Wunsch der ehemaligen Häftlinge, dass ihr Vermächtnis auch in Zukunft bewahrt wird und ihre Interessen auch weiterhin vertreten werden    



aktuell:

TERMINE IM NOVEMBER:

18.11.2018, 16:00 Konzert und Lesung "Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen Zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland"

Musik von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti 

Bläserquintett „Ensemble Opus 45“, Franziska Ritter (Flöte), Elke Uta Frenzel (Oboe), Sophie Seemann (Klarinette), Florian Liebhäuser (Fagott), Benjamin Liebhäuser (Horn) 

Rezitation: Roman Knižka 

Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser 

Dauer des Konzertes: ca. 80 Minuten (ohne Pause) 

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Veranstaltungsraum 

 

28.11.2018, 16:30                                                                                   Kuratorinnen-Führung "Im Reich der Nummern", Abgeordnetenhaus von Berlin

Referentin: Dr. Astrid Ley, Kuratorin der Ausstellung 

Treffpunkt: vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin 

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten: otters@gedenkstaette-sachsenhausen.de 

Zur Ausstellung: Über 6.300 jüdische Männer – mehrheitlich aus Berlin – wurden in den Tagen nach den Pogromen im November 1938 in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Die große Mehrheit von ihnen wurde bis zum Frühjahr 1939 unter der Auflage wieder entlassen, sofort aus Deutschland zu emigrieren. In der Folge überlebten viele das NS-Regime und den Krieg. In der Ausstellung erzählen die Kinder und Enkel der Inhaftierten von Deportation und Gewalterfahrung sowie von Flucht und Exil ihrer Familien. 

TERMINE IM DEZEMBER:

04.12.2018, 19:00                                                                                           Vortrag "Die Masseninternierungen nach dem Novemberpogrom 1938: Antisemitischer Terror und jüdische Selbstbehauptungen im Konzentrationslager"

Vortrag und Diskussion mit Dr . Kim Wünschmann, LMU München 

Moderation: Dr . Astrid Ley, stellv. Leiterin der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen 

Eine Veranstaltung im Rahmenprogramm der Ausstellung "'Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben.' Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen" 

In Kooperation mit der Stiftung Topographie des Terrors 

Ort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin 

13.12.2018-11:00                                                                                         Gedenken für die Opfer des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma

 

Gedenkveranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma in Erinnerung an die Opfer des NS-Völkermords an den Sinti und Roma, in Kooperation mit der Gedenkstätte Sachsenhausen. 

Vor 76 Jahren, am 16. Dezember 1942, unterzeichnete Himmler den sogenannten "Auschwitz-Erlass", der die Deportation von Sinti und Roma aus ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau anordnete. 

Treffpunkt: 10:30 Uhr am Neuen Museum, gemeinsamer Gang zur Station Z 


Liebe Freundinnen und Freunde.

mit tiefer Traurigkeit und großer Betroffenheit haben wir heute erfahren, dass unsere Freundin Renate Leuschner am 5. Oktober 2018 im Alter von 94 Jahren verstorben ist.

Renate Leuschner wurde am 9.9.1924 in Berlin geboren. Sie war Gründungsmitglied des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und wirkte hier über viele Jahre mit großem Sachverstand im Vorstand mit.

Tatkräftig unterstützte sie die Arbeit des Internationalen Sachsenhausen Komitees. Besonders ihr unermüdliches und nachhaltiges Engagement für die ehemaligen Häftlinge aus Russland, Belorussland und der Ukraine haben ihr große Anerkennung eingebracht und wird für alle unvergesslich bleiben.

Ihre menschliche Wärme, ihre tiefe Herzlichkeit, ihre Solidarität, ihre nie versiegende Freundlichkeit, ihre große Bescheidenheit, ihre außergewöhnliche Energie und Verbundenheit wird uns allen sehr fehlen.

Wir verlieren mit Renate Leuschner eine gute Freundin, eine engagierte Mitstreiterin und eine große Internationalistin!




Der norwegische Überlebende Bernt Lund ist neuer Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees

Präsidiumssitzung in Oranienburg

Das Präsidium des Internationalen Sachsenhausen Komitees hat heute (20. April 2018) in Oranienburg Bernt Lund zum neuen Präsidenten gewählt. Der 93-jährige norwegische KZ-Überlebende tritt damit die Nachfolge von Roger Bordage an, der im August 2017 verstorben ist. Als stellvertretender Präsident wurde Andreas Meyer (Deutschland), als Generalsekretär Dik de Boef (Niederlande) und als Schatzmeister André Lassague (Frankreich) wiedergewählt. 

ISK-Generalsekretär Dik de Boef sagte nach der Wahl: „Wir sind Bernt Lund außer-ordentlich dankbar, dass mit ihm noch einmal ein Zeitzeuge an der Spitze des ISK steht.“ 

Der 1924 in Oslo geborene Bernt Lund stammt aus einer sozialdemokratischen Familie, die politische Flüchtlinge unterstützte und Widerstand gegen die deutsche Besatzung leistete. 1942 wurde Lund von der Gestapo verhaftet und in das norwegische KZ Grini verbracht. Im März 1944 kam er in das KZ Sachsenhausen. Nach dem Krieg studierte er Politikwissenschaften. Lund war lange Jahre als Diplomat für den Auswärtigen Dienst Norwegens tätig, u.a. als Botschafter in Namibia. Seit vielen Jahren vertritt er die norwegischen Sachsenhausen-Überlebenden als Vizepräsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees. 

(Text und Bild sind entnommen aus: http://www.stiftung-bg.de/gums/de/)

 Die nächsten Termine in der Gedenkstätte:

 

Über geplante Veranstaltungen in der Gedenkstätte informiert  auch die Website der Gedenkstätte:

http://www.stiftung-bg.de/gums/de/

  

 


Gedenkveranstaltung und Einweihung des Denkmals für die am 11. Oktober 1944 ermordeten 27 Häftlinge.

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