Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. versteht sich von Beginn an als Interessenvertretung der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen sowie ihrer Angehörigen und Nachkommen und hat sich bereits mit seiner Gründung im November 1997  für Interessierte und besonders für die junge Generation geöffnet. Es entsprach in erster Linie dem Wunsch der ehemaligen Häftlinge, dass ihr Vermächtnis auch in Zukunft bewahrt wird und ihre Interessen auch weiterhin vertreten werden    



Gedenkveranstaltung

Freitag, den 8. November 2019, um 13. 30 Uhr

 

am Freitag, den 8. November 2019, um 13. 30 Uhr laden die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen und die Stadt Oranienburg zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung ein, um der Opfer der Pogrome im November 1938 in Oranienburg zu gedenken.

Die Gedenkveranstaltung findet am Gedenkstein am ehemaligen jüdischen Bethaus in der Havelstraße/Ecke Nehringstraße in Oranienburg statt. Nähere Informationen finden Sie in der angehängten Einladung.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten um Ihre Anmeldung unter veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de.

 


Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und das Internationale Sachsenhausen Komitee trauern um Regina Szepansky

 

 

 

 

 

Mir fehlen die Worte und mein Herz ist schwer … Ich habe die traurige Pflicht euch mitzuteilen, dass gestern, am 13.September 2019 unsere Freundin Regina Szepansky im Alter von 54 Jahre in Berlin verstorben ist.

 

Regina wurde am 13. Juni 1965 als Tochter von Gerda und Wolfgang Szepansky in Berlin geboren. Wolfgang Szepansky (1910-2008) war als politischer Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen vom 17.10.1940 bis 31.5.1941 und vom 1.7.1943 bis zu seiner Befreiung auf dem Todesmarsch am 2.5.1945 inhaftiert. Von Mitte der 1960er bis Anfang der 1990er Jahre war er Vorsitzender des Sachsenhausen-Komitees West-Berlin, Mitglied des ISK und später Vorstandsmitglied des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V.. Gerda Szepansky (1925-2004) arbeitete als Journalistin, Lehrerin und zuletzt als freie Autorin. Sie veröffentlichte u.a. 1983 das Buch „Frauen leisten Widerstand“. Beide Eltern waren nach dem Krieg in West-Berlin politisch aktiv. Beide erhielten 1996 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Das politische Leben im Hause Szepansky ging auch an Regina und ihren Brüdern nicht spurlos vorbei.

 Regina studierte an der Freien Universität Berlin Religionswissenschaft, Germanistik, Ethnologie und Psychologie. Dieses Studium schloss sie mit dem Magister Artium in den Hauptfächern Religionswissenschaft und Germanistik ab.

.

Über viele Jahrzehnte hinweg war Regina ein großer und wichtiger Pfeiler für die umfangreiche Erinnerungsarbeit im deutschen und internationalen Sachsenhausen Komitee. 

Seit 2006 war sie stellvertretende Vorsitzende des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. 

Es war ihr immer wichtig, dass diese Arbeit der Komitees - auch in Erinnerung an ihren Vater und seiner Kameraden - fortgeführt wird. Seit 2007 war sie Mitglied der Revisionskommission und Schriftführerin des Internationalen Sachsenhausen Komitees.

Sie war freiberuflich im Kulturbereich tätig und hat so viele Projekte u.a. als Lektorin unterstützt. Seit 2013 ist Regina Szepansky als Projektleiterin der Ausstellungsinstallation „Wir waren Nachbarn − Biografien jüdischer Zeitzeugen“ im Rathaus Berlin-Schöneberg tätig gewesen.

Im Jahr 2012 war sie Mitglied der Jury des Oranienburger Toleranzpreises und 2014, 2016 und 2018 der Jury des Franz-Bobzien-Preises. Dieser Preis wird von der Stadt Oranienburg gemeinsam mit der Gedenkstätte und dem Museums Sachsenhausen verliehen.

Erst im Sommer 2019 wurde sie zum Beiratsmitglied der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten benannt.

 

Wir, die Mitglieder des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und die internationale Gemeinschaft der im ISK zusammengeschlossenen Häftlingsorganisationen, trauern um eine liebe Freundin. Wir werden ihre hilfsbereite, bescheidene, empathische und freundliche Art sehr vermissen. Sie wird eine große Lücke hinterlassen. Regina wird stets einen Platz in unserem Herzen haben. 

 

Unser tiefes Mitgefühl und unsere aufrichtige Anteilnahme gelten ihrem Mann und ihrer Tochter.

Im Namen der Mitglieder des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und des Internationalen Sachsenhausen Komitees

 

Andreas Meyer

Stellvertretender Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees

Vorsitzender des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V.



Aktuelle Termine:


Am Dienstag, dem 24. September um 18.30 Uhr

 

stellt der Historiker Frédéric Bonnesoeur seine Studie über die Verbindungen der Stadt Oranienburg mit den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen im Schlossmuseum Oranienburg vor.


 

Das Internationale Sachsenhausen Komitee und das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. trauern um den ehemaligen Häftling Helmut Zwi Steinitz

 

                                                                        mehr


 

Das Internationale Sachsenhausen Komitee und das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. trauern um den ehemaligen tschechischen Häftling Dr. Vojmír Srdečný

Mit großer Trauer müssen wir mitteilen, dass der langjährige Vizepräsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees, unser Freund Vojmír Srdečný am 14. August 2019 im Alter von 99 Jahren verstorben ist.

 

                                                mehr

 


aktuell:


Der Vorstand des Fördervereins der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e.V. für den Förderverein / November 2018

 

Zur Zukunft der Erinnerung – Sachsenhausener Erklärung

 

Wir, die Mitglieder des Fördervereins der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e.V., sind beunruhigt. Wir sind Nachkommen von Häftlingen, die überlebt haben oder ermordet wurden, von Tätern, Mitläufern und anderen Zeitgenossen des Nationalsozialismus. Wir kommen aus allen Teilen der Gesellschaft. Wir leben in Oranienburg, Berlin oder an anderen Orten.

weiterlesen


App zu Außenlagern des KZ Sachsenhausen in Berlin

 

Am 13. Januar 2019 wurde im Festsaal des Abgeordnetenhaus von Berlin durch den Verein Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V. eine neue App freigeschaltet. Ihr Name lautet "Satellite Camps App" und sie beschäftigt sich mit 6 Außenlagern des Konzentrationslagers Sachsenhausen, die sich auf dem Berliner Stadtgebiet befanden. Im Mittelpunkt stehen die Außenlager Lichterfelde, Neukölln, Schönholz, Moabit/Müggelheim, Haselhorst und das Außenkommando Fichtenberg (Steglitz).

weitere Informationen

 


GEDENKSTÄTTEN ZUR ERINNERUNG AN DIE NS-VERBRECHEN IN DEUTSCHLAND RUFEN AUF ZUR VERTEIDIGUNG DER DEMOKRATIE

Die 7. Bundesweite Konferenz hat vom 11-13. Dezember 2018 in Berlin stattgefunden. Sie dient der Vernetzung der Gedenkstätten für NS-Opfern auf allen Ebenen.  

Zur Resolution


Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland trauert um sein Vorstandsmitglied und seinen Freund Jonny Valentin.

 

Jonny Valentin verstarb am 12.Januar 2019 im Alter von 94 Jahren in Magdeburg. Er gehörte zu den letzten deutschen Zeitzeugen, die noch über ihre Zeit im Konzentrationslager Sachsenhausen berichten können.

mehr


Liebe Freundinnen und Freunde.

mit tiefer Traurigkeit und großer Betroffenheit haben wir heute erfahren, dass unsere Freundin Renate Leuschner am 5. Oktober 2018 im Alter von 94 Jahren verstorben ist.

Renate Leuschner wurde am 9.9.1924 in Berlin geboren. Sie war Gründungsmitglied des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und wirkte hier über viele Jahre mit großem Sachverstand im Vorstand mit.

Tatkräftig unterstützte sie die Arbeit des Internationalen Sachsenhausen Komitees. Besonders ihr unermüdliches und nachhaltiges Engagement für die ehemaligen Häftlinge aus Russland, Belorussland und der Ukraine haben ihr große Anerkennung eingebracht und wird für alle unvergesslich bleiben.

Ihre menschliche Wärme, ihre tiefe Herzlichkeit, ihre Solidarität, ihre nie versiegende Freundlichkeit, ihre große Bescheidenheit, ihre außergewöhnliche Energie und Verbundenheit wird uns allen sehr fehlen.

Wir verlieren mit Renate Leuschner eine gute Freundin, eine engagierte Mitstreiterin und eine große Internationalistin!




Der norwegische Überlebende Bernt Lund ist neuer Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees

Präsidiumssitzung in Oranienburg

Das Präsidium des Internationalen Sachsenhausen Komitees hat heute (20. April 2018) in Oranienburg Bernt Lund zum neuen Präsidenten gewählt. Der 93-jährige norwegische KZ-Überlebende tritt damit die Nachfolge von Roger Bordage an, der im August 2017 verstorben ist. Als stellvertretender Präsident wurde Andreas Meyer (Deutschland), als Generalsekretär Dik de Boef (Niederlande) und als Schatzmeister André Lassague (Frankreich) wiedergewählt. 

ISK-Generalsekretär Dik de Boef sagte nach der Wahl: „Wir sind Bernt Lund außer-ordentlich dankbar, dass mit ihm noch einmal ein Zeitzeuge an der Spitze des ISK steht.“ 

Der 1924 in Oslo geborene Bernt Lund stammt aus einer sozialdemokratischen Familie, die politische Flüchtlinge unterstützte und Widerstand gegen die deutsche Besatzung leistete. 1942 wurde Lund von der Gestapo verhaftet und in das norwegische KZ Grini verbracht. Im März 1944 kam er in das KZ Sachsenhausen. Nach dem Krieg studierte er Politikwissenschaften. Lund war lange Jahre als Diplomat für den Auswärtigen Dienst Norwegens tätig, u.a. als Botschafter in Namibia. Seit vielen Jahren vertritt er die norwegischen Sachsenhausen-Überlebenden als Vizepräsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees. 

(Text und Bild sind entnommen aus: http://www.stiftung-bg.de/gums/de/)

 Die nächsten Termine in der Gedenkstätte:

 

Über geplante Veranstaltungen in der Gedenkstätte informiert  auch die Website der Gedenkstätte:

http://www.stiftung-bg.de/gums/de/

  

 


Gedenkveranstaltung und Einweihung des Denkmals für die am 11. Oktober 1944 ermordeten 27 Häftlinge.

weiterlesen...