Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. versteht sich von Beginn an als Interessenvertretung der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen sowie ihrer Angehörigen und Nachkommen und hat sich bereits mit seiner Gründung im November 1997  für Interessierte und besonders für die junge Generation geöffnet. Es entsprach in erster Linie dem Wunsch der ehemaligen Häftlinge, dass ihr Vermächtnis auch in Zukunft bewahrt wird und ihre Interessen auch weiterhin vertreten werden    



aktuell:



Die kommenden Veranstaltungen in der Gedenkstätte (Auswahl aus dem Veranstaltungskalender der Gedenkstätte Sachsenhausen):

09.09.2018-14:00

Eröffnung der Ausstellung "Écraser l’infâme! Künstler und das KZ – die Kunstsammlung der Gedenkstätte Sachsenhausen"

 

Im Zentrum der Sonderausstellung stehen Gemälde, Grafiken und Zeichnungen von acht Künstlern aus Europa, die in den Konzentrationslagern Oranienburg oder Sachsenhausen inhaftiert waren. Die Ausstellung präsentiert die Kunstwerke vor dem Hintergrund des Gesamtwerkes und der Biografien der Künstler , nicht allein als historische Quellen für die Geschichte des Lagers. 

Eine Kooperation der Gedenkstätte Sachsenhausen mit dem Zentrum für verfolgte Künste Solingen, dem Institut für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung an der Universität Osnabrück und beier+wellach projekte (Berlin). 

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Neues Museum 

 

09.09.2018-14:00

Lesung "Das Kind auf der Liste. Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie"

 

Lesung und Gespräch mit der Autorin Annette Leo Willy Blum war sechzehn Jahre alt, als er in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Von ihm blieb nur ein Name auf einer Liste, neben dem durchgestrichenen Namen Jerzy Zweigs, der durch Bruno Apitz’ Roman „Nackt unter Wölfen“ weltberühmt wurde. Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo hat sich auf die Suche gemacht und erzählt die Geschichte der Familie Blum und zugleich auch die Geschichte des Verschweigens einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma. 

Ort: Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald, Belower Damm 1, 16909 Wittstock 

 

16.09.2018-14:00

Thematische Führung: "Die zweite 'Polenaktion' 1939"

Die Führung thematisiert die Verfolgung von Juden polnischer Staatsangehörigkeit in Berlin. Kurz nach Kriegsbeginn verhafteten die Nationalsozialisten ca. 650 jüdische Männer und verschleppten sie am 13. und 16. September 1939 in das KZ Sachsen hausen. Rund ein Drittel von ihnen wurde bis zum Frühjahr 1940 hier ermordet. 

In Kooperation mit dem Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Ausgewiesen! Berlin, 28. Oktober 1938" 

Treffpunkt: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) 

 

23.09.2018-14:00

Sachsenhausen: Konzentrationslager - Speziallager - Gedenkstätte (Überblicksführung)

 

Die Führung durch die Gedenkstätte thematisiert die verschiedenen Phasen der Geschichte von Sachsenhausen - das Konzentrationslager (1936-1945), das sowjetische Speziallager (1945-1950) und die 1961 eröffnete Nationale Mahn- und Gedenkstätte der DDR. 

Treffpunkt: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) 

27.09.2018-18:30

Buchvorstellung "Im guten Einvernehmen. Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945"

Vortrag des Autors Frédéric Bonnesoeur und Gespräch mit Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, und Dr . Astrid Ley, stellv. Leiterin der Gedenkstätte Sachsenhausen 

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

 

OKTOBER

 

07.10.2018-14:00

Sachsenhausen: Konzentrationslager - Speziallager - Gedenkstätte (Überblicksführung)

 

Die Führung durch die Gedenkstätte thematisiert die verschiedenen Phasen der Geschichte von Sachsenhausen - das Konzentrationslager (1936-1945), das sowjetische Speziallager (1945-1950) und die 1961 eröffnete Nationale Mahn- und Gedenkstätte der DDR. 

Treffpunkt: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) 

14.10.2018-14:00

Thematische Führung "Das sowjetische Speziallager Nr. 7 / Nr. 1 in Sachsenhausen (1945-1950)"

Die Führung thematisiert die Geschichte des sowjetischen Speziallagers und das Schicksal der rund 60.000 Inhaftierten, von denen 12.000 an Hunger und Krankheiten verstarben. Einen Schwerpunkt bildet die Besichtigung des Speziallager-Museums. 

Treffpunkt: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Teilnahmegebühr: 3 Euro (Ermäßigt 2 Euro) 

 

14.10.2018-17:00

Filmvorführung und Gespräch "Der letzte Jolly Boy"

 

Dokumentarfilm (BRD 2018, 105 Min.) und Publikumsgespräch mit dem Autor Hans-Erich Viet und Leon Schwarzbaum 

In seinem Roadmovie begibt sich Hans-Erich Viet mit Leon Schwarzbaum auf die Reise durch dessen Leben und die grausamen Stationen während der NS-Herrschaft. Schwarzbaum, 1921 in Hamburg geboren, wuchs in Polen auf. Im Alter von 18 Jahren wurde er mit seiner Familie in ein Ghetto eingewiesen und später in die Konzentrations lager Auschwitz und Sachsen hausen verschleppt. Am Prozess gegen den ehemaligen SSMann Rudolf Hanning (2016) nahm er als Zeuge teil. 

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Anmeldung erforderlich: otters@gedenkstaette-sachsenhausen.de 

 

NOVEMBER

 

07.11.2018-18:00

Der nationalsozialistische Völkermord an Sinti und Roma und der Kampf um Anerkennung nach 1945

Vortrag und Diskussion mit Tobias von Borcke, Projektmitarbeiter des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma Im Anschluss findet die für alle Interessierten offene Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Gedenkstätte Todes marsch im Belower Wald statt. 

Ort: Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald, Belower Damm 1, 16909 Wittstock 

 

08.11.2018-18:00

Eröffnung der Ausstellung "'Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben.' Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen

 

Über 6.000 jüdische Männer wurden in den Tagen nach dem „Kristallnacht“-Pogrom am 9. November 1938 in das KZ Sachsen hausen gebracht. Die große Mehrheit von ihnen wurde bis zum Frühjahr 1939 unter der Auflage wieder entlassen, sofort aus Deutschland zu emigrieren. In der Folge überlebten viele das NS-Regime und den Krieg. In der Ausstellung erzählen die Kinder und Enkel der Inhaftierten von Deportation und Gewalterfahrung sowie von Flucht und Exil ihrer Familien. 

Eine Ausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsen hausen in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas 

Ort: Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10963 Berlin, Wandelhalle im 1. Stock 

 

11.11.2018-14:00

Thematische Führung "Hafterfahrungen der nach dem Novemberpogrom 1938 ins KZ Sachsenhausen verschleppten jüdischen Männer"

 

Über 6.000 jüdische Männer wurden in den Tagen nach dem November-Pogrom 1938 in das KZ Sachsenhausen gebracht. Mit den Massenverhaftungen sollte der Auswanderungsdruck auf die deutschen Juden massiv erhöht werden. Die jüdischen Männer wurden dort weit schlechter behandelt als die übrigen Gefangenen. Über 80 von ihnen kamen in Sachsenhausen ums Leben. Die große Mehrheit jedoch wurde bis zum Frühjahr 1939 unter der Auflage wieder aus dem KZ entlassen, sofort aus Deutschland zu emigrieren. Viele konnten tatsächlich fliehen und überlebten deshalb NS-Regime und Krieg. 

Treffpunkt: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) 

 

18.11.2018-14:00

Sachsenhausen: Konzentrationslager - Speziallager - Gedenkstätte (Überblicksführung)

 

Die Führung durch die Gedenkstätte thematisiert die verschiedenen Phasen der Geschichte von Sachsenhausen - das Konzentrationslager (1936-1945), das sowjetische Speziallager (1945-1950) und die 1961 eröffnete Nationale Mahn- und Gedenkstätte der DDR. 

Treffpunkt: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherinformationszentrum 

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) 

 

18.11.2018-16:00

Konzert und Lesung "Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen Zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland"

Musik von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti 

 

Bläserquintett „Ensemble Opus 45“, Franziska Ritter (Flöte), Elke Uta Frenzel (Oboe), Sophie Seemann (Klarinette), Florian Liebhäuser (Fagott), Benjamin Liebhäuser (Horn) 

Rezitation: Roman Knižka 

Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser 

Dauer des Konzertes: ca. 80 Minuten (ohne Pause) 

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Veranstaltungsraum 

 

DEZEMBER

 

04.12.2018-19:00

Vortrag "Die Masseninternierungen nach dem Novemberpogrom 1938: Antisemitischer Terror und jüdische Selbstbehauptungen im Konzentrationslager"

 

Vortrag und Diskussion mit Dr . Kim Wünschmann, LMU München 

Moderation: Dr . Astrid Ley, stellv. Leiterin der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen 

Eine Veranstaltung im Rahmenprogramm der Ausstellung "'Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben.' Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen" 

In Kooperation mit der Stiftung Topographie des Terrors 

Ort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin 

Der norwegische Überlebende Bernt Lund ist neuer Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees

Präsidiumssitzung in Oranienburg

Das Präsidium des Internationalen Sachsenhausen Komitees hat heute (20. April 2018) in Oranienburg Bernt Lund zum neuen Präsidenten gewählt. Der 93-jährige norwegische KZ-Überlebende tritt damit die Nachfolge von Roger Bordage an, der im August 2017 verstorben ist. Als stellvertretender Präsident wurde Andreas Meyer (Deutschland), als Generalsekretär Dik de Boef (Niederlande) und als Schatzmeister André Lassague (Frankreich) wiedergewählt. 

ISK-Generalsekretär Dik de Boef sagte nach der Wahl: „Wir sind Bernt Lund außer-ordentlich dankbar, dass mit ihm noch einmal ein Zeitzeuge an der Spitze des ISK steht.“ 

Der 1924 in Oslo geborene Bernt Lund stammt aus einer sozialdemokratischen Familie, die politische Flüchtlinge unterstützte und Widerstand gegen die deutsche Besatzung leistete. 1942 wurde Lund von der Gestapo verhaftet und in das norwegische KZ Grini verbracht. Im März 1944 kam er in das KZ Sachsenhausen. Nach dem Krieg studierte er Politikwissenschaften. Lund war lange Jahre als Diplomat für den Auswärtigen Dienst Norwegens tätig, u.a. als Botschafter in Namibia. Seit vielen Jahren vertritt er die norwegischen Sachsenhausen-Überlebenden als Vizepräsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees. 

(Text und Bild sind entnommen aus: http://www.stiftung-bg.de/gums/de/)

 Die nächsten Termine in der Gedenkstätte:

 

Über geplante Veranstaltungen in der Gedenkstätte informiert  auch die Website der Gedenkstätte:

http://www.stiftung-bg.de/gums/de/

  

 


Gedenkveranstaltung und Einweihung des Denkmals für die am 11. Oktober 1944 ermordeten 27 Häftlinge.

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