Mitgliederfahrt nach Brandenburg


61 km Luftlinie von Berlin entfernt liegt Brandenburg an der Havel. Diese Stadt soll in diesem Jahr Ziel unserer Mitgliederfahrt sein.

 

Zuchthaus Brandenburg-Görden


In Brandenburg wurde in den Jahren 1927 bis 1935 das Zuchthaus Brandenburg-Görden (die heutige Justizvollzugsanstalt) nach einem Konzept für humanen Strafvollzug errichtet. Im Zuchthaus waren von 1938 an vorwiegend Gegner des NS-Regimes, Juden, Sinti und Roma, "Sicher-heitsverwahrte" sowie Untersuchungs- und Kriegsgefangene eingesperrt. Die Haftanstalt diente in dieser Zeit auch als Durchgangsstation für die Konzentrations-lager.

Mit Ausbruch des Krieges verschlechterten sich zunehmend die Haftbedingungen für die Insassen. In dem für 1.800 Häftlinge errichteten Zuchthaus waren zeitweise bis zu 4.000 Menschen eingesperrt.

Im Sommer 1940 wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden eine Hinrichtungsstätte eingerichtet. Am 1. August fand die erste Hinrichtung statt. Bis zum 20. April 1945 wurden hier 2.042 Todesurteile vollstreckt. Die Urnen von 1.700 Hingerichteten wurden auf dem Friedhof Marienberg beigesetzt. Am 27. April 1945 befreite die sowjetische Armee das Zuchthaus.

Der Gebäudetrakt, in dem sich die Hinrichtungsstätte befand, beherbergt seit

Im Sommer 1940 wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden eine Hinrichtungsstätte eingerichtet. Am 1. August fand die erste Hinrichtung statt. Bis zum 20. April 1945 wurden hier 2.042 Todesurteile vollstreckt. Die Urnen von 1.700 Hingerichteten wurden auf dem Friedhof Marienberg beigesetzt. Am 27. April 1945 befreite die sowjetische Armee das Zuchthaus.

Der Gebäudetrakt, in dem sich die Hinrichtungsstätte befand, beherbergt seit 1975 eine Gedenkstätte, aus der 1992 die Dokumentationsstelle Brandenburg hervor-gegangen ist.


Die "Euthanasie-Anstalt"

 

Das alte Zuchthaus wurde im 18. Jahrhundert als Armenhaus erbaut. 1820 diente es als Gefängnis, welches im Jahr 1931 geschlossen wurde. Schon 1933 wurde das Gelände wieder aktiviert. Es fand seine Nutzung als KZ, später als Gefängnis und letztendlich als Euthanasie-Anstalt.

 

In der Euthanasie-Anstalt wurde eine der ersten Tötungseinrichtungen der "Aktion T4" eingerichtet. An diesem Ort begann der Massenmord durch Giftgas. Seine Fortsetzung fand er in dem millionenfachen Mord an den europäischen Juden.

In der am 17. August 2012 eröffneten Gedenkstätte erinnert eine Dauerausstellung an die mehr als 9.000 Menschen, die im Rahmen der sogenannten Euthanasie in der Gaskammer ermordet wurden.

Unser Verein plant gemeinsam mit der VVN/VdA, diese Gedenkstätten in Brandenburg am Sonntag, den 21.6.2015 zu besuchen. Zu diesem Zweck wollen wir einen Bus anmieten. Über den genauen Ablauf des Gedenkstättenbesuchs (Abfahrt, Rückfahrt, Führungen, Mittagessen) und eine mögliche Kostenbeteiligung werden wir in der ersten Juniwoche mittels einer Teilnahmebestätigung schriftlich informieren.

 

Wer Interesse hat, an der Gedenkstättenfahrt am Sonntag, den 21.6.2015 teilzunehmen, den bitten wir um Rückmeldung bis spätestens 20.5.2015.

 

Post:

Sachsenhausen-Komitee in der

Bundesrepublik Deutschland e.V.

Franz-Mehring-Platz 1

10243 Berlin

 

E-Mail:

Sachsenhausen-Komitee-BRD@t-online.de